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Schwabe vor Rückreise aus Warschau

22.11.2013

„So ein Konferenzverlauf und der Verlauf des Klimaprozesses insgesamt ist wirklich schwierig. Man schwankt immer wieder zwischen Optimismus und Enttäuschung. Aber es hilft nichts. Die Dinge sind hoch kompliziert. 200 Länder der Erde sollen sich auf eine gemeinsame Sicht der Herausforderungen einigen. Und vor allem sollen sie sich gemeinsame Ziele geben und danach handeln. Das ist und bleibt eine riesige Herausforderung. Die Herausforderung des Klimawandels ist aber so groß, dass man den Kopf nicht in den Sand stecken darf“, so Frank Schwabe.

Und Schwabe sieht durchaus auch Fortschritte: „Es ist wahr. Angesichts der Bedrohungen handeln die Verantwortlichen viel zu langsam. Aber auf der anderen Seite ist das Ausbautempo der Erneuerbaren Energien weltweit rasant. Und Länder wie China, die international bremsen, machen gerade in diesem Bereich im eigenen Land eine Menge“, so Schwabe. Er macht aber auch deutlich, dass die internationale Diplomatie im Rahmen solcher Konferenzen nicht ausreichend ist. Die politisch Verantwortlichen handeln letztlich nur auf Druck. Und der kann nur aus der Gesellschaft kommen, aus den Städten von ganz vielen kleinen Initiativen vor Ort."

Aktuell kämpft er nicht nur auf dem internationalen Parkett sondern auch um Formulierungen in einem möglichen Koalitionsvertrag. „Es ist weiterhin nichts endgültig, aber wir versuchen seitens der SPD-Umweltpolitiker möglichst viele Klimaschutzpositionen im Koalitionsvertrag durchzusetzen. Dabei geht es z.B. um eine Klimaschutzgesetz für Deutschland oder um eine Verbesserung des europäischen Emissionshandels zur Begrenzung des Treibhausgasausstoßes. Leider hat der noch amtierende Umweltminister Altmaier die Chance versäumt, auf der Klimakonferenz klare Ansagen dazu zu machen", so Schwabe.