Foto von Frank Schwabe im Gespräch mit einer Bürgerin
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Macron zeigt Führung beim Klimaschutz

12.12.2017

Zwei Jahre nach Beschluss des Klimaschutz-Abkommens von Paris lädt Frankreichs Präsident Macron heute Unternehmen und Staats- und Regierungschefs zum „One Planet Summit“ in die französische Hauptstadt ein. Hierzu erklärt Frank Schwabe, klimapolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion:

„Emmanuel Macron zeigt im Klimaschutz die Art von europäischer und weltweiter Führung, die ich mir auch von der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel wünschen würde. Klimaschutz könnte wieder zum Markenzeichen Deutschlands im Rahmen einer Regierungsbildung werden. Nachdem Martin Schulz sich auf dem Bundesparteitag der SPD klar zum Klimaschutz und auch zum geordneten Ausstieg aus der Kohleverstromung bekannt hat, wäre es jetzt an Merkel den Ball aufzunehmen und wieder den roten Anorak anzuziehen und den Klimaschutz entschlossen voranzutreiben.

Der heutige Klimagipfel in Paris gibt wichtige Signale für die Finanzwirtschaft. Es lohnt sich auch ökonomisch auf klimafreundliche Technologien zu setzen. Der Rest wird sich mittel- und langfristig als Fehlinvestition erweisen. Banken und Unternehmen müssen ihre Investitionen an den Zielen des Paris-Abkommens ausrichten. Dies fordern auch mehr als 50 internationale Unternehmen, die gestern eine Erklärung für mehr Engagement gegen den Klimawandel veröffentlicht haben. Unter ihnen sind Adidas, Unilever, H&M, Michelin, Philips und Puma.

Diese Unternehmen fordern auch die Festlegung eines CO2-Preises, der sich an der Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs auf deutlich unter 2 °C orientieren soll. Egal wer die neue Bundesregierung bilden wird: Solch einen CO2-Mindestpreis mit ambitionierten Staaten auf europäischer Ebene abzustimmen und einzuführen, muss eine der ersten Aufgaben sein.“