18 Apr 2012
Röttgen vernachlässigt sein Ministeramt und gibt darüber falsche Informationen
Trotz gegenteiliger Zusicherung im Bundestag nimmt Umweltminister Röttgen nicht am wichtigen informellen Ratstreffen der Umweltminister im dänischen Horsens über die Zukunft des EU-Emissionshandels teil. Dazu erklärt der klimaschutzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion MdB Frank Schwabe:
"In Horsens wird über die Zukunft des Emissionshandels auf hoher ministerieller Ebene entschieden und die deutsche Bundesregierung hat weder eine klare Position, noch ist sie dort angemessen durch den Minister vertreten. Der macht lieber Wahlkampf und lässt dazu seine Staatssekretärin im Bundestag noch Unwahrheiten verbreiten (Staatssekretärin Reiche in der Fragestunde am 28. März 2012). Röttgen schwankt zwischen Düsseldorf und Berlin, die Energiewende gerät weiter in Schieflage.
Dabei müsste die Bundesregierung beim Treffen der EU-Umweltminister klare Kante zeigen. Die überschüssigen CO2-Zertifikate müssen aus dem Markt. Das ist wichtig für die Funktionsweise des Emissionshandels überhaupt genauso wie für die Finanzierung der Energiewende über den Bundeshaushalt. Die dänische Ratspräsidentschaft und viele Länder der EU warten auf ein Signal aus Deutschland. Doch bislang schweigt die Bundesregierung. Sie übernimmt damit zentrale Verantwortung dafür, dass der Emissionshandelspreis bei lächerlichen 6 Euro herum dümpelt. Umweltminister Röttgen müsste dafür kämpfen, dass sich das schnell ändert. Aber er kann und will es nicht."
Das Protokoll der Fragestunde vom 28. März 2012 mit Frage von MdB Frank Schwabe und Antwort von Staatssekretärin Reiche kann hier nachgelesen werden.







