Zur heutigen Diskussion im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages über die unkonventionelle Förderung von Erdgas (Fracking), bei dem CDU/CSU und FDP mit ihrer Mehrheit verhindert haben, dass über die Anträge der Opposition zu Fracking abgestimmt wird, nimmt der stellvertretende umweltpolitische Sprecher und Berichterstatter für Fracking der SPD-Bundestagsfraktion MdB Frank Schwabe Stellung:
"Erst hat Schwarz-Gelb über ein Jahr beschwichtigt, dann durch ein Stimmenwirrwarr für Irritation gesorgt. Jetzt werden Entscheidungen vertagt, verschoben und hinausgezögert. Es ist keine Instrumentalisierung des Themas durch die Opposition, wie in der Umweltausschusssitzung von Vertretern der schwarz-gelben Koalition behauptet wurde. Die Menschen haben große Sorgen und Ängste, weil die gesetzlichen Anforderungen an die Fracking-Technologie vollkommen unzureichend sind. Wer glaubt, Technologien in Deutschland durchsetzten zu können ohne umfassende Beteiligung der Menschen und ohne umfassende Umweltverträglichkeitsprüfungen, der täuscht sich und verhindert diese Technologie letztlich.Nach der Aussage des ExxonMobile Europa-Chefs zum Ziel eines Frackings ohne giftige Chemikalien innerhalb von zwei Jahren gibt es keine Haltung der Koalition. Danach muss ein Fracking mit wassergefährdenden Chemikalien gesetzlich ausgeschlossen werden. Alle Oppositionsfraktionen haben Positionen vorgelegt, ebenfalls die rot-grüne Landesregierung in NRW. Wer das Thema verharmlost und unterschätzt hat und jetzt zu einer Position nicht in der Lage ist, ist Schwarz-Gelb. Eine dort diskutierte Umweltprüfung light darf es nicht geben. Wie in fast allen energiepolitischen Fragen zeigt sich Schwarz-Gelb auch hier handlungsunfähig. Das zeigt nicht nur die Konzeptionslosigkeit sondern es gefährdet auch Mensch und Umwelt."
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